Überraschung in neuer Umfrage: Bundeskanzler löst sich vom Tiefstwert – doch eine Partei bleibt vorn.H
Neue Umfrage mit kleiner Sensation: Merz und Union spüren plötzlich Aufwind
Stand:
Im neuen Trendbarometer verzeichnen Bundeskanzler Friedrich Merz und die Union leichte Zugewinne in allen Bereichen. Eine Partei verliert.
Eine Orchidee heißt nun „Friedrich Merz“ – zum Anlass seines Besuchs wurde in Singapur die Blume nach dem deutschen Kanzler benannt. Merz schien sich darüber zu freuen – und für Freude sorgen bei ihm und der Union ausnahmsweise auch mal neue Umfragezahlen.

Nach langer Flaute gibt es im neuen Trendbarometer von RTL/ntv ein leichtes Plus für die CDU/CSU – und das in allen abgefragten Bereichen. Das politische Schicksal des Kanzlers beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger laut der Erhebung jedoch weiterhin intensiv.
Union mit leichtem Plus in neuer Umfrage – auch Zuwachs bei Problemlösungskompetenz
Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würden sich 21 Prozent der Wahlberechtigten für CDU oder CSU entscheiden. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche und ein Plus von zwei Punkten im Vergleich zu vor zwei Wochen. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2025 lag das Wahlergebnis der Union noch bei 28,5 Prozent. In vorangegangenen Erhebungen war die Union allerdings unter die 20-Prozent-Marke gerutscht.
Das leichte Plus der Union könnte auf Kosten der Grünen gegangen sein, die einen Prozentpunkt abgeben. Bei den übrigen Kräften zeigen sich keine Verschiebungen.
Sonntagsfrage: Leichtes Plus bei Merz’ Zufriedenheitswerten
Zugleich wächst das Vertrauen in die Problemlösungskompetenz der Kanzler-Partei: Zehn Prozent der Befragten halten CDU und CSU aktuell für am besten befähigt, die anstehenden Probleme Deutschlands zu bewältigen. Auch hier verzeichnet die Union einen Zuwachs von einem Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche.
Auch bei den persönlichen Beliebtheitswerten von Friedrich Merz zeigt sich eine minimale Erholung: Zwölf Prozent der Befragten äußern sich derzeit zufrieden mit seiner Arbeit als Bundeskanzler. In den vorherigen Wochen hatte dieser Wert bei elf Prozent verharrt – dem bisherigen Tiefstwert. Zuvor hatte der Rückhalt für Merz auch an der Unionsbasis stark nachgelassen.
Neue Umfrage; Deutsche wieder zuversichtlicher bei Wirtschaft
Möglicherweise hat der große „Invest in Germany“-Gipfel des Kanzlers vergangene Woche in Berlin dazu beigetragen: Laut dem neuen Trendbarometer hellen sich die Wirtschaftserwartungen der Bevölkerung wieder auf: 19 Prozent der Befragten glauben, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in den kommenden Jahren bessern werden. Dies entspricht einem Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Im langfristigen Trend setzt sich damit eine Erholung fort, nachdem im Juli lediglich zwölf Prozent Zuversicht geäußert hatten.
Bei den Themen, die die Deutschen aktuell am meisten beschäftigen, liegt der Zustand der schwarz-roten Koalition ganz vorn: 31 Prozent der Befragten sagten dies. Es folgen der Ukraine-Krieg mit 24 Prozent und die Wirtschaftslage mit 23 Prozent.
Werte für Union und Merz bleiben trotz Mini-Aufschwung bei Umfragen schlecht
Ob diese Bewegung eine Trendwende bedeutet oder lediglich vorübergehend ist, bleibt offen. Faktisch liegen sämtliche Veränderungen innerhalb der statistischen Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten. Unbestritten ist zudem, dass die Werte trotz des Mini-Aufschwungs historisch schwach bleiben: In den vergangenen Jahren genossen die Unionsparteien in allen Bereichen spürbar höheres Zutrauen, auch im ersten Jahr der gegenwärtigen Merz-Regierung.
Die Umfragewerte im Überblick (Sonntagsfrage):
| Partei | Wert (Veränderung zur Vorwoche) |
|---|---|
| AfD | 27 % (unverändert) |
| CDU/CSU | 21 % (+1) |
| Bündnis 90/Die Grünen | 16 % (-1) |
| SPD | 13 % (unverändert) |
| Die Linke | 11 % (unverändert) |
| FDP | 4 % (unverändert) |
| sonstige | 8 % |
Erhebung durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 20. und 26. Oktober. Datenbasis: 2501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.
AfD bleibt in neuer Umfrage auf Platz 1 – viele Deutsche trauen keiner einzigen Partei
Dazu kommt: Die AfD bleibt unangefochten auf Platz eins der Sonntagsfrage mit unverändert 27 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent). Zudem trauen ihr 14 Prozent der Befragten die höchste Problemlösungskompetenz zu – der beste Wert aller Parteien.
Gleichzeitig äußern 57 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, dass sie keiner einzigen Partei zutrauen, die Probleme Deutschlands in den Griff zu bekommen. Dies markiert wie bereits in der Vorwoche einen Höchstwert an allgemeiner Politikverdrossenheit. (Quellen: Ntv, frühere Berichterstattung) (smu)




